Website und Anfragen

Was schreibst Du auf Deine Website?

Von Thomas Bach ·10 Minuten Lesezeit
Texte für Deine Website schreiben - Floskel gegen konkrete Zahlen

Texte für Deine Website schreiben klingt einfach, bis Du vor der leeren Seite sitzt. Dann landet dort ein Satz wie dieser: „Wir sind Ihr zuverlässiger Partner für innovative Lösungen.“ Dieser Satz steht auf unzähligen Websites von Betrieben. Er sagt nichts, weil er auf jeden zutrifft. Wenn Du gerade Kunden und Mitarbeiter gewinnen willst, ist genau das Dein Problem: Texte, die auf jeden Betrieb passen, gehen unter. Konkret und mit Belegen statt Floskeln zu schreiben baut schneller Vertrauen auf, führt den Leser sicherer zum Ziel und wird sogar in KI-Antworten häufiger zitiert.

Texte für Deine Website schreiben, die gelesen werden

Menschen lesen im Web nicht Wort für Wort. Sie überfliegen die Seite, springen von Überschrift zu Überschrift und suchen in Sekunden nach dem, was für sie zählt. Ein Text, der wie jeder andere klingt, gibt ihnen keinen Grund zum Bleiben. Er rutscht durch.

Floskeln beschleunigen dieses Wegklicken. Wer oben auf der Seite eine Kette aus „zuverlässig“, „kompetent“ und „aus einer Hand“ liest, hat nichts erfahren. Kein Bild im Kopf, kein Unterschied zur Konkurrenz, kein Grund für die Anfrage. Die Aufmerksamkeit, die Du in den ersten Sekunden hast, verpufft.

Ein guter Text macht das Gegenteil. Er sagt sofort, was Du machst, für wen und was Dich unterscheidet. Der Leser erkennt in Sekunden, ob er richtig ist. Das ist der Moment, in dem aus einem Besucher eine Anfrage werden kann.

Das kostet Dich Kunden

Floskeln sind Wörter, die jeder verwenden kann, weil sie auf praktisch jeden Betrieb passen. Wenn ein Begriff auf den Handwerker, den Steuerberater und den Gastronomen gleichermaßen passt, beschreibt er keinen davon. Diese fünf hörst Du am häufigsten:

  • „Kompetent“ / „professionell“: Niemand nennt sich unkompetent. Das Wort trennt Dich von nichts.
  • „Individuelle Lösungen“: Klingt nach Zuwendung, sagt aber nicht, was Du konkret anders machst.
  • „Alles aus einer Hand“: Ein Versprechen ohne Inhalt, solange nicht dabei steht, welche Hände das sind.
  • „Langjährige Erfahrung“: Wie lang ist lang? Eine Zahl wäre überprüfbar, das Adjektiv ist es nicht.
  • „Zuverlässig“ / „flexibel“: Selbstlob, das der Leser erst glaubt, wenn ein Beleg folgt.

Das Problem ist nicht, dass diese Wörter falsch wären. Das Problem ist, dass sie leer sind. Jeder Konkurrent könnte sie genauso schreiben. Und was bei jedem passt, überzeugt niemanden. Die gute Nachricht: Jede dieser Floskeln hat eine konkrete Aussage dahinter. Du musst sie nur herausholen.

Schreib für den Kunden, nicht über Dich

Viele Websites von Betrieben erzählen von sich. Von der Vision, der Leidenschaft, dem Anspruch. Das Problem: Der Leser sucht keinen Betrieb, der sich selbst feiert. Er sucht jemanden, der sein Problem löst. Die Frage, die er im Kopf hat, lautet nicht „Wer seid ihr?“, sondern „Könnt ihr mir helfen?“.

Dreh die Perspektive. Der Kunde ist die Hauptfigur, nicht Du. Bevor Du einen Satz schreibst, kläre, für wen die Seite gedacht ist: Wer liest hier? Was will diese Person? Wovor hat sie Sorge? Ein Text, der eine klare Person anspricht, wirkt persönlicher als einer, der es allen recht machen will.

Das gilt doppelt, wenn Du auch Mitarbeiter suchst. Eine Seite für Bewerber, die nur von „spannenden Aufgaben“ spricht, überzeugt niemanden. Eine, die sagt, wie das Team arbeitet und was der Job konkret bedeutet, schon.

Sprich, wie Deine Kunden sprechen

Deine Kunden googeln nicht in Fachbegriffen. Sie tippen ein, was ihnen im Kopf herumgeht, in ihren eigenen Worten. Wenn Deine Seite in einer anderen Sprache geschrieben ist als der, in der Deine Kunden denken, findet Ihr nicht zueinander.

Nutze die Wörter Deiner Zielgruppe. Deine eigene Stimme behältst Du dabei. Es geht nicht darum, Dich zu verstellen, sondern verständlich zu sein. Zwei einfache Regeln helfen:

  • Aktiv statt passiv: „Wir bauen Dir eine Website“ liest sich klarer als „Es wird eine Website erstellt“. Aktive Sätze wirken direkter und lebendiger.
  • Kurz statt verschachtelt: Ein Gedanke pro Satz. Wer drei Nebensätze aneinanderhängt, verliert den Leser. Kurze Sätze sind leichter zu lesen und bleiben besser hängen.

Schreib so, wie Du es einem Kunden am Telefon erklären würdest. Wenn Du einen Satz laut vorlesen kannst, ohne zu stolpern, passt er.

Ersetze Behauptungen durch Zahlen

Das ist der Kern. Eine Behauptung wird glaubwürdig, sobald ein überprüfbarer Fakt dahintersteht. Zahlen, Zeiträume und konkrete Angaben erzeugen Bilder im Kopf, Floskeln nicht. Und sie schaffen etwas, das Adjektive nie können: Der Leser kann prüfen, ob er passt. Wenn er passt, ist er näher an der Anfrage. Wenn nicht, ist er schneller weg, was Dir unpassende Anfragen erspart.

Das Muster ist immer dasselbe: Adjektiv durch Zahl, Behauptung durch Fakt, allgemein durch konkret. So sieht das in der Praxis aus:

FloskelKonkrete Variante
Langjährige ErfahrungSeit 2019 am Markt
Großes Team von SpezialistenSechs Kollegen, davon vier Meister
Hohe KundenzufriedenheitÜber vierzig Google-Bewertungen mit Schnitt 4,8
Schnelle ReaktionszeitAntwort innerhalb von vier Werkstunden
Bundesweit für Sie daEinsatzgebiet dreißig Kilometer um Krefeld
Komplette Lösungen aus einer HandPlanung, Bau und Wartung, ein Ansprechpartner über die ganze Zeit
Flexible KonditionenFestes Angebot innerhalb von 48 Stunden
Schnelle TermineErstgespräch innerhalb von sieben Werktagen

Was auffällt: Die konkrete Variante ist nicht länger als die Floskel. Sie kostet Dich keine Recherche, weil Du die Zahlen ohnehin kennst. Gründungsjahr, Teamgröße, Schnitt der Bewertungen, durchschnittliche Reaktionszeit. Du musst sie nur aus dem Kopf in den Text ziehen. Und noch etwas: Auch als junger Betrieb brauchst Du keine großen Zahlen. „Seit 2023, zwei Leute, jeder Auftrag persönlich betreut“ ist überzeugender als jede Floskel.

Gib jeder Seite ein klares Ziel

Jede Seite Deiner Website sollte eine Sache erreichen wollen. Anruf, Formular, Termin, Newsletter. Wenn eine Seite alles gleichzeitig will, führt sie den Leser nirgendwohin. Frag Dich vor jeder Seite: Was soll die Person hier tun?

Wenn das Ziel feststeht, führt der ganze Text darauf hin. Am Ende steht dann eine klare Handlungsaufforderung, die genau dieses eine Ziel benennt. Nicht „Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen“, sondern „Ruf an und hol Dir Dein Angebot“. Ein klarer nächster Schritt nimmt dem Leser die Entscheidung ab, was er tun soll.

Mach den Text schnell überfliegbar

Weil Leser überfliegen, muss der Text dafür taugen. Ein guter Text ist keine Textwüste, sondern eine Landkarte. Diese Bausteine helfen:

  • Aussagekräftige Überschriften: Wer nur die Zwischenüberschriften liest, soll die Kernaussage verstehen. Überschriften sind der schnellste Weg durch den Text.
  • Kurze Absätze: Drei bis vier Zeilen, dann Luft. Große Textblöcke schrecken ab.
  • Listen und Fettungen: Sie geben dem Auge Halt und heben das Wichtige hervor.
  • Zum Punkt kommen: Die wichtigste Aussage steht oben, nicht nach drei Absätzen Anlauf.
  • Am Handy lesbar: Die meisten lesen unterwegs. Was am Handy wie eine Wand wirkt, wird nicht gelesen.

Text ist nicht alles. Ein Bild, ein Zwischentitel, etwas Weißraum, das macht eine Seite lesbar. Der beste Text nützt nichts, wenn er wie ein Block Kleingedrucktes aussieht. Text und Webdesign gehören deshalb zusammen.

So findet Google Deinen Text

Damit Deine Seite gefunden wird, muss sie die Wörter enthalten, nach denen Deine Kunden suchen. Das ist der Kern von SEO, einfach gesagt: online gefunden werden. Kein Trick, sondern die Sprache Deiner Kunden ernst nehmen.

Bevor Du eine wichtige Seite schreibst, überleg kurz: Welche Wörter würde ein Kunde eingeben, der genau Deine Leistung sucht? Diese Wörter gehören natürlich in Überschrift und Text, nicht gestapelt, sondern dort, wo sie hingehören. Zwei Dinge helfen zusätzlich: eine Überschrift, die sagt, worum es geht, und Verweise auf Deine anderen Seiten, damit der Leser und Google den Zusammenhang sehen.

Wichtig: Schreib für Menschen, nicht für die Suchmaschine. Ein Text, der für Leser überzeugend ist, ist meistens auch für Google gut. Andersherum funktioniert es selten.

So wirst Du in KI-Antworten zitiert

Immer mehr Menschen fragen nicht mehr Google, sondern ChatGPT, Perplexity oder die KI-Antwort oben in der Google-Suche. Diese Systeme geben eine Antwort und nennen Quellen. Wer dort auftaucht, wird gesehen, ohne dass der Suchende je die klassische Trefferliste öffnet.

Und genau hier zahlt sich konkretes Schreiben doppelt aus. KI-Systeme bevorzugen Inhalte mit überprüfbaren Aussagen, weil sie sich nachprüfen lassen. „Seit 2019, Schwerpunkt Heizungssanierung in Mehrfamilienhäusern“ ist für eine KI eindeutig zuordenbar. „Langjährige Erfahrung in der Heizungstechnik“ ist es nicht. Floskeln liefern der KI nichts, was sie zitieren könnte. Fakten schon.

Am Niederrhein plant das kaum jemand mit ein. Wer heute konkret und eindeutig schreibt, hat einen Vorsprung, wenn Kunden ihre Fragen zunehmend an die KI stellen.

Schreib, was nur Du sagen kannst

Am Ende überzeugt nur, was nur Du sagen kannst. Alles, was auch die Konkurrenz schreiben könnte, ist verschenkter Platz. Der Test ist einfach: Nimm einen Satz von Deiner Seite und stell Dir vor, er stünde beim Konkurrenten. Passt er dort genauso? Dann ist es eine Floskel. Passt er nur zu Dir? Dann hast Du etwas Eigenes.

Drei Dinge machen einen Text einzigartig und glaubwürdig:

  • Eigene Fakten: Deine Zahlen, Dein Vorgehen, Deine Beispiele. Das kann niemand kopieren.
  • Echte Beweise: Bewertungen, konkrete Projekte, echte Bilder statt Stockfotos. Beweise schlagen Behauptungen.
  • Wenige Fehler: Tippfehler und schiefe Sätze kosten Vertrauen. Ein sauberer Text signalisiert Sorgfalt.

Konkret zu schreiben ist kein Stil, sondern eine Haltung. Du sagst, was ist, statt zu behaupten, was gut klingt. Das merkt der Leser, und er merkt es auch, wenn Du es nicht tust.

Auf den Punkt gebracht

Floskeln sind Wörter, die auf jeden Betrieb zutreffen und deshalb keinen beschreiben. Sie langweilen den Leser, verstecken Deine Stärken und geben der KI nichts zum Zitieren. Konkrete Zahlen und überprüfbare Aussagen ersetzen sie nicht aufwendiger, sondern präziser. Texte für Deine Website schreiben heißt also: für den Kunden statt über Dich, in seiner Sprache, mit einem klaren Ziel pro Seite und in einem Text, der sich überfliegen lässt. Am meisten bringt das auf der Startseite, der Über-uns-Seite und den Beschreibungen Deiner Leistungen. Wer dort seine Floskeln durch konkrete Aussagen ersetzt, baut schneller Vertrauen auf und wird auch von KI-Systemen häufiger genannt.

Häufige Fragen

Du brauchst keine beeindruckenden Zahlen, sondern konkrete. „Zwei Leute seit 2023“ wirkt nicht schlechter als „vierzehn seit 2008“, solange der Satz wahr und für Deine Kunden glaubwürdig ist. Ein junger Betrieb muss sich nicht groß machen, sondern klar zeigen, was er ist. Konkretheit schlägt Größe. Ein kleiner Betrieb mit klarer Spezialisierung und vierzig echten Bewertungen überzeugt mehr als ein großer mit fünf leeren Sätzen.

Der schnellste Test: Stell Dir vor, der Satz stünde auf der Seite Deiner Konkurrenz. Passt er dort genauso gut, ist es eine Floskel. Passt er nur zu Dir, hast Du etwas Eigenes. Achte besonders auf Adjektive wie „kompetent“, „professionell“, „individuell“ oder „zuverlässig“. Frag bei jedem: Welche Zahl oder welcher Fakt steckt dahinter? Genau die gehört in den Text.

Hör Deinen Kunden zu. Welche Wörter benutzen sie am Telefon, in E-Mails, in Bewertungen? Genau diese Wörter gehören auf die Seite, nicht die Fachbegriffe aus Deiner Branche. Ein guter Test ist, den Text laut vorzulesen. Wenn er klingt wie ein Gespräch und Du nicht ins Stolpern gerätst, passt die Sprache. Klingt er nach Broschüre, schreib ihn einfacher.

Weil ein Leser, der zwischen Anruf, Formular und Newsletter wählen soll, oft gar nichts tut. Zu viele Möglichkeiten lähmen. Eine Seite mit einem klaren Ziel führt die Person genau dorthin. Das heißt nicht, dass es nur einen Button geben darf, aber es sollte klar sein, was der wichtigste nächste Schritt ist. Alles andere ordnet sich diesem Ziel unter.

KI-Systeme bevorzugen Inhalte mit klaren, überprüfbaren Aussagen, weil sie sich nachprüfen lassen. Ein Satz wie „Seit 2019, Schwerpunkt Heizungssanierung in Mehrfamilienhäusern“ ist eindeutig zuordenbar. „Langjährige Erfahrung in der Heizungstechnik“ gibt der KI nichts, worauf sie sich stützen kann. Floskeln liefern keinen Anker, Fakten schon. Deshalb wirkt konkretes Schreiben doppelt: Es überzeugt Menschen und wird von KI-Antworten leichter aufgegriffen.

Frag konkret: „Welche Zahl ersetzt diese Floskel?“ Lautet die Antwort „das schreiben alle so“, ist das kein Argument. Lautet sie „wir wollten das breiter fassen, damit es auf mehr passt“, klingst Du danach wie alle anderen. Gute Texte nutzen Deine echten Zahlen, keine fertigen Schablonen aus der Branche. Bestehst Du auf dem konkreten Satz dahinter, wird der Text fast immer besser.

Du willst wissen, wo auf Deiner Website Floskeln stehen und welche konkreten Aussagen sie ersetzen? Ruf an oder schreib uns. Wir schauen uns Deine Texte an und zeigen Dir im Erstgespräch die ersten Stellen, an denen Zahlen statt Floskeln wirken. Wie wir Webdesign und Texte verbinden, klären wir dabei gleich mit.